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"Kurz und knapp"-Infos der DIMB IG Taunus März 2020

 

Inhaltsverzeichnis

 

  • Butzbach: "Montainbike fahren im Stadtwald abseits der Wege ist verboten"
  • Mountainbiker "trafen" Jäger in Kelkheim
  • MTB-Tagestour Sa. 28.3.20: Fünf-Seen rund um Mörfelden-Walldorf
  • Aktuelles – Der Naturpark Taunus ist am Zug

  

Butzbach: "Montainbike fahren im Stadtwald abseits der Wege ist verboten"

Von einem Mountainbiker wurden mir Fotos zugeschickt, auf denen ersichtlich ist, das Singletrails für die Stadt Butzbach keine Wege sind. Ich habe den Bürgermeister angeschrieben:

 

Von: urs.weidmann@dimb.de
Gesendet: Samstag, 29. Februar 2020 21:47
An: magistrat@stadt-butzbach.de
Cc: tourist-info@stadt-butzbach.de
Betreff: Offener Brief zu den Informationen der Stadt Butzbach: "Montainbike fahren im Stadtwald abseits der Wege ist verboten"

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Von einem Mountainbiker erfahre ich, dass die Stadt Butzbach bei Singletrails im Stadtwald von Butzbach Fahrverbot-Informationen angebracht hat.

 

Ich frage mich beim Betrachten der Bilder, ob jemand der Verwaltung §15 vom Hessischen Waldgesetz gelesen hat. Mountainbiker gehören zu denjenigen, die mit der Sport Ausübung den Wald zum Zwecke der Erholung betreten wollen, jedoch gemäß Abschnitt 3 fahrend auf Wegen.

 

§15 (3) 1 Radfahren, Reiten und Fahren mit Krankenfahrstühlen ist im Wald auf befestigten oder naturfesten Wegen gestattet, die von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern oder mit deren Zustimmung angelegt wurden und auf denen unter gegenseitiger Rücksichtnahme gefahrloser Begegnungsverkehr möglich ist. 2Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Menschen, die auf einen Krankenfahrstuhl angewiesen sind, gebührt in der Regel der Vorrang.

 

Daraus dürfen Sie ableiten, was legale Wege sind:

1.    Befestigt oder naturfest Wege (das Gesetz definiert nicht die Breite, sondern den Zustand eines Weges) und

2.    Vom Waldbesitzer oder mit dessen Zustimmung angelegt (dazu gehören in jedem Fall alle markierten Wanderwege und -Pfade) und

3.    Ein Begegnungsverkehr bei gegenseitiger Rücksichtnahme gefahrlos möglich ist.
Menschen zu Fuß oder mit einem Krankenfahrstuhl haben (in der Regel) Vorrang. (Diese 3. Bedingung wurde eingefügt, weil es in Hessen keine 2-Meter Regel geben sollte, denn bei typischen Forststraßen ist Begegnungsverkehr in der Regel kein Problem)

 


Auf dem Foto ist ein naturfester Weg zu erkennen. Abseits von diesem Weg zu fahren, wäre eine Ordnungswidrigkeit. Und was ist denn ein Montainbike? Es sollten wohl Mountainbiker angesprochen werden. 

Nun, die aufgehängten Informationen werden einen Grund haben. Dann kommunizieren Sie bitte verständlich, was dieser Grund ist. Als Sprecher der IG Taunus von der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. bin ich gerne bereit, bei Problemen zwischen Beteiligten zu vermitteln. Danke für Ihre Antwort.

 

Mit sportlichem Gruß

Urs Weidmann

Sprecher DIMB IG-Taunus

+49 151 182 483 80

www.dimb-ig-taunus.de



Mountainbiker "trafen" Jäger in Kelkheim

 

Der 4. MTB Info Abend fand am Dienstag, 18.2.20 in Kelkheim statt. Nach anfänglich schleppenden Anmeldungen nahmen dann doch etwa fünfzig Mountainbiker und 10 Jäger an der Veranstaltung teil. Danke an alle die bei der Veranstaltung dabei waren. Danke auch für die Antworten, warum der Termin nicht wahrgenommen werden konnte.

 

Das Protokoll: "Teilnehmer der Veranstaltung berichten":

 

Henning hat seine wesentlichen Erkenntnisse wie folgt zusammengefasst:

      Auf normalen Wegen bzw. Forstwegen ist Mountainbiken kein Problem. Das Wild kennt diese Wege und hat sich darauf eingestellt, dass dort Menschen sind.

      Aus Sicht eines Jägers ist die Zeit vor und nach der Dämmerung (+/- eine Stunde, morgens, abends) besonders kritisch. Insbesondere an Waldrändern. Das Wild traut sich in dieser Zeit raus.

      "Einstände" (= Bereiche mit kleinen, dicht stehenden Bäumen) sind Rückzugsgebiete für das Wild. Hier vorbeifahren, aber nicht durchfahren.

      Wildäsungs-Flächen eher meiden. Es sind für das Wild angelegte Flächen, auf denen durch Anbau von ausgewählten Früchten, Gräsern, Kräutern und Sträuchern dem Wild die fehlende natürliche und artgemäße Äsung ersetzt wird. Darüber hinaus soll auf diese Weise eine biologische Wildschadensverhütung erzielt werden.

      Im Hochwald ist Mountainbiken im Hinblick auf das Wild eher kein Problem.

      Sperrungen von Wegen: Übereinstimmung, dass auf die Gründe hingewiesen sollte, warum ein Weg gesperrt wird (nicht einfach nur ein Schild „Durchfahrt verboten“).

      Nachdem viele Bäume wegen des Borkenkäfers gefällt werden mussten, sind nun Aufforstungsflächen in Konzeption. Wenn diese gesperrt werden müssen, dann wird das angemessen gekennzeichnet.

 

Auszüge von Marc in einer WhatsApp Gruppe

Hauptthema war, Ansprechpartner und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Jagd, Forst, Ämtern, Waldeigentümer, Interessenverbände und uns (Bikern) zu finden. Herr Bretschneider der sowohl Jäger wie auch Amtsleiter des ländlichen Raums HG ist möchte mit uns bessere Kommunikationsmöglichkeiten und Stellen finden, um z.B. darüber sprechen warum ist ein Trail gesperrt oder wo Trails erlaubt werden könnten. Er hält den pragmatischen und direkten Dialog zwischen den Beteiligten Gruppe je Ort/Trail für das Wichtigste. Gleichzeitig und vorab wurden wir darüber informiert, warum ein Jäger jagt und per Gesetz verpflichtet ist zu jagen und dass dies auch waldbiologische Gründe hat und wir sicherlich alle an der Erhaltung des Waldes und der Umwelt interessiert sind. Er selbst als Jäger und Sprecher für die Jäger sieht es aber ein und hält es auch für wichtig mit Bikern, Wanderern im Wald friedlich und freundlich auszukommen und dafür muss mehr miteinander gesprochen werden. Auch Jäger sind als Radfahrer und Wanderer im Wald unterwegs.

 

Es gab viele einzelne Fragen, die sehr interessant waren und deren Antworten schon einen deutlichen "Biker-freundlicheren" Ton hatten.  Quintessenz war, dass Herr Bretschneider nach Wegen sucht und hier auch auf Vorschläge von unserer Seite wartet wie denn allgemeine und aktuelle Themen gegenseitig besser übermitteln werden könnten, z.B. warum sind Trails gesperrt, oder dürfte man hier und dort einen Trail anlegen oder als offiziell befahrbaren Trail kundtun. Und dass die Jagd-, Forstverbände und Ämter offen und bereit stehen für ein Gespräch mit Biker über Ihre Trails. Der Jagdverband Untertaunus (Hofheim, Eppstein, Kelkheim) hat jedenfalls einen Jagdvorstand der auch Mountainbiker ist. Er könnte und wollte uns z.B. Kontakte und Gespräche herstellen zu seinen benachbarten Jagdverbandsvorständen. Ansonsten würde hier auch der Pressesprecher des Landrates bzw. auch der Landratsamt-Vorsitzende selbst unterstützen bei der Suche nach Ansprechpartner für Jagd und Forst, Amt und Eigentümer. Die Wichtigkeit der runden Tische wurde dabei betont, z.B. ein Trail wie der obere Teil des Flowtrails hat insgesamt 3 verschiedene Eigentümer plus ein Förster und ein Jäger, Interessensverband Xy, Wasserschutzverband usw.  Klingt dann alles wieder sehr politisch und kompliziert und es muss nun abgewartet werden, ob sich hier neue Chancen ergeben. Solche Infoabende finde ich aber gerade deswegen spannend, weil hier die Komplikationen und Themen mal angesprochen werden, wie gesagt auch waldbiologische Umweltschutzthemen, die nicht außen vor gelassen werden sollten. Die "Jäger" haben für mich deutliche Interesse bekundet offener für Gespräche und Interessen der Biker zu sein. Im konkreten Einzelfall muss der Kontakt deutlich öfters zu Ihnen gesucht werden. So ein Kontakt kann z.B. der DIMB-IG-Taunus uns gerne herstellen, denke ich. Gründe für so ein Gespräch könnten sein, warum ist hier der Trail gesperrt. Ist diese Trail Sperrung ein Interesse des Jägers, Försters oder von jemand anderen und warum? Könnten Umfahrungen des abgesperrten Bereiches angelegt werden? Wann wird der Trail wieder geöffnet? Solche Fragen können wir dem Jäger, Förster stellen. Und die Bereitschaft solche Einzelfälle mit dem Biker zu besprechen wurde deutlich kommuniziert. Ich bin gespannt. Wir sollten das als Biker garantiert nicht überstrapazieren, aber solche Angebote definitiv annehmen.

 

Danke Henning und Marc!

 

So berichten die Jäger auf der Webseite vom Landesjagdverband Hessen e.V. über die Veranstaltung: Link.

 

Nutzt im Wald die Gelegenheit, mit dem Jäger einen Austausch zu finden. Wir bemühen uns vorab im Main-Taunus-Kreis, die Jagd-Pächter als Ansprechpartner bei Problemen in den Waldgebieten zu gewinnen.

 

 

 

MTB-Tagestour Sa. 28.3.20: Fünf-Seen rund um Mörfelden-Walldorf

  

Tour findet nicht statt.
Die Tagestour vom März 2020 führt uns auf vielen einfachen Singletrails und sonstigen Wegen rund um Mörfelden-Walldorf, vorbei an bis zu fünf kleinen Seen (Oberwaldsee, Schnepfensee, Bornbruchsee, Lindensee, Gundwiesensee). Landschaftlich gibt es einige Gebiete, in denen sich die Natur selbst überlassen ist.

  

Gemäß Singletrail-Skala bewegen wir uns bei S0, also Wege ohne besondere Anforderungen. Die Tour eignet sich auch für Mountainbike Anfängerinnen und Anfänger.

 

Wir bieten zwei Touren an:

·         Tour 1 mit ca. 25 km, 100 Hm, gemütliches Tempo mit Zeit, Grundlagen vom Mountainbiken kennen zu lernen

·         Tour 2 mit ca. 40 km, 150 hm und einem max. durchschnitt von 15 km/h

Tourguides sind Nina, Klaus und Urs

 

Samstag, 28. März 2020, 10.45 Uhr, 

Bahnhof Walldorf, Gegenüber Farmstraße 8-10, 64546 Mörfelden-Walldorf

ÖVM: Ankunft vom Frankfurter Hauptbahnhof S7 um 10:37, RE70 um 10:27 
Autofahrer finden Parkplätze nördlich vom Bahnhof.

 

Nehmt ausreichend Verpflegung (Essen und Trinken) mit. Denkt bitte auch an Regen- und Wechselkleidung. Helm, Handschuhe, Brille, Ersatzschlauch. Ein technisch einwandfreies, gewartetes Mountainbike ist notwendig.


Mit der Teilnahme an der Tour akzeptierst du die 
Teilnahmehinweise vom Racing-Team der DIMB.
Bei unsicherer Wetterlage wird bis 08:00 Uhr über diesen 
Link mitgeteilt, falls die Tour abgesagt ist.  
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bitte per E-Mail an 
urs.weidmann@dimb.de. Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben.

 

 

Aktuelles – Der Naturpark Taunus ist am Zug

 

Zu den eingereichten MTB Strecken im Main-Taunus-Kreis an Landrat Michael Cyriax erhielten wir vom Referenten die Mitteilung, dass man mit dem Naturpark Taunus den Kontakt aufgenommen habe.

Erfreulich ist auch, dass der "Runde Wald" durch den Naturpark wiederbelebt wurde. Das Treffen findet Mitte März statt. Als Tagesordnungspunkt habe ich vorgeschlagen, Fragen zum "Naturparkplan Taunus, Punkt 5.3. Radwegkonzept im Naturpark Taunus" zu beantworten.

 

 

 

Urs Weidmann
DIMB IG-Taunus
urs.weidmann@dimb.de
+49 151 182 483 80